Mengenbilanzierung 2025: Es ist wieder so weit – wir brauchen Ihre Zahlen

Die nächste Mengenbilanzierung steht an – und damit eine der wichtigsten Grundlagen unserer gemeinsamen Arbeit. Auch in diesem Jahr erfassen wir wieder die gesammelten, wiederverwendeten und weitergegebenen Mengen aus Secondhand Stores und Sozialkaufhäusern und Secondhand Stores in ganz Deutschland.

Mitmachen können alle Stores – unabhängig von einer Mitgliedschaft.

Warum das so wichtig ist, hat die letzte Auswertung deutlich gezeigt: Die Mengenbilanz 2024 hat eindrucksvoll belegt, welche ökologische, soziale und wirtschaftliche Wirkung Wiederverwendung bereits heute entfaltet. Tausende Tonnen geretteter Gebrauchtwaren, deutlich gewachsene Beschäftigtenzahlen und ein starker Beitrag zum Klimaschutz – diese Ergebnisse sind nur möglich, weil viele Betriebe ihre Daten eingebracht haben.

Warum Ihre Mengen zählen

Die Mengenbilanzierung ist weit mehr als eine Pflichtübung. Sie ist das zentrale Argumentationsinstrument für die Wiederverwendung:

  • gegenüber Politik und Verwaltung, wenn es um Abfallvermeidung, Kreislaufwirtschaft und Förderprogramme geht

  • gegenüber Fördermittelgebern und Stiftungen

  • gegenüber Öffentlichkeit und Medien, um Re-Use als relevanten Wirtschaftszweig sichtbar zu machen

Je vollständiger die Datengrundlage, desto belastbarer und überzeugender sind die Ergebnisse – und desto stärker wird die Stimme der Wiederverwendung in Deutschland.

Jede Meldung stärkt die Branche

Ob kleiner Secondhand Store oder großes Sozialkaufhaus: Jede gemeldete Tonne erhöht die Aussagekraft der Bilanz. Mehr Daten bedeuten mehr Sichtbarkeit, mehr politische Relevanz und bessere Rahmenbedingungen für alle Akteure im Re-Use-Bereich.

Die Mengenbilanzierung ist ein Gemeinschaftsprojekt von Re-Use Deutschland – und sie lebt von Ihrer Beteiligung.

Jetzt mitmachen!

Um die Teilnahme an der Mengenbilanzierung möglichst einfach zu machen, stellt Re-Use Deutschland eine leicht zu bedienende Excel-Tabelle zur Verfügung.

Das Besondere: Die Mengen müssen nicht gewogen werden.

So funktioniert die Erfassung

In der Excel-Tabelle werden lediglich die verkauften Stückzahlen getrennt nach vordefinierten Warengruppen (z. B. Textilien, Möbel, Hausrat, Elektro) eingetragen. Auf Basis erprobter Durchschnittsgewichte rechnet die Tabelle diese Stückzahlen automatisch in Gesamtgewichte (Tonnen) um. Die Umrechnung erfolgt standardisiert und einheitlich – so sind alle Angaben vergleichbar und belastbar. Die Tabelle ist so aufgebaut, dass sie sich problemlos mit bestehenden Verkaufs- oder Kassenaufzeichnungen befüllen lässt.

So wird Mengenbilanzierung zu dem, was sie sein soll:
einfach, zeitsparend und wirkungsvoll.

Save the Date: Jahrestagung 2026

Der Markt für Wiederverwendung steht weiter unter Veränderungsdruck: Neue Akteure im Secondhand-Bereich, sinkende Qualität von Warenspenden und angespannte Finanzierungsmodelle stellen sozial- und gemeinwohlorientierte Secondhand Kaufhäuser vor neue Herausforderungen. Gleichzeitig wächst die Nachfrage nach gebrauchten Produkten und eröffnet neue Entwicklungspotenziale.

Wie können ökologische Wirkung und wirtschaftliche Stabilität künftig zusammen gedacht werden? Welche Kooperationen und Entscheidungen sind notwendig, um Re-Use langfristig zu stärken?

Die Jahrestagung von Re-Use Deutschland e.V. findet am 14.04.2026 statt.
Die Veranstaltung wird erneut hybrid durchgeführt.
Weitere Informationen folgen in Kürze.

Neues Re-Use Deutschland Projekt: Re-Welle OWL

RE Welle OWL ist ein Projekt, das die Hansestadt Herford zusammen mit dem Arbeitskreis Recycling e.V. und Re-Use Deutschland e.V. in eine Kreislaufwirtschaft (Circular Economy) umwandeln will, indem es Abfallvermeidung, Ressourcenschonung und die Wiederverwendung von Materialien durch digitale Lösungen, lokale Sammelstellen und Unterstützung für Unternehmen in der Region OWL (Ostwestfalen-Lippe) fördert, um eine nachhaltigere Stadt zu schaffen. 

Was „Re-Welle OWL“ macht:
  • Zero-Waste-Konzepte: Entwicklung von Strategien zur Abfallvermeidung.
  • Digitale Abfallwirtschaft: Einsatz digitaler Systeme für effizientere Abfallmanagementprozesse.
  • Quartiersbasierte Sammelstellen: Aufbau lokaler Sammelpunkte zur besseren Verwertung von Abfällen.
  • Unterstützung für KMU: Hilfe für kleine und mittlere Unternehmen bei der Implementierung von Kreislaufwirtschaftsmodellen.
  • Forschung & Transfer: Nutzung von Erkenntnissen als Blaupause für andere Kommunen in NRW. 
Hintergrund:
Das Projekt ist Teil des Förderprogramms CircularCities.NRW des Landes Nordrhein-Westfalen, das Kommunen dabei unterstützt, nachhaltige Kreislaufwirtschaften zu etablieren. 

RREUSE warnt vor Abschwächung des Umweltrechts durch „Environmental Omnibus“

RREUSE kritisiert die jüngste Mitteilung der Europäischen Kommission zum sogenannten Environmental Omnibus deutlich. Ziel der Initiative ist es, Umweltvorschriften administrativ zu „vereinfachen“. Aus Sicht von RREUSE birgt dieser Ansatz jedoch erhebliche Risiken.

Kernkritikpunkt ist das Fehlen einer fundierten Folgenabschätzung. Die erneute Öffnung zentraler Umweltgesetze ohne belastbare Datengrundlage könne bestehende Schutzstandards schwächen und neue Unsicherheiten für Akteure vor Ort schaffen – insbesondere für soziale Unternehmen im Re-Use-Bereich.

Zudem zeigen frühere Omnibus-Pakete, dass Vereinfachung im politischen Prozess häufig in Deregulierung mündet. Technische Anpassungen führen dann zu inhaltlichen Abschwächungen – entgegen dem erklärten Ziel, die Umweltambitionen der EU zu sichern oder auszubauen.

Besonders kritisch sieht RREUSE die geplante Reduzierung von Berichtspflichten im Rahmen der erweiterten Herstellerverantwortung (EPR). Verlässliche, vergleichbare Daten seien eine zentrale Voraussetzung für wirksame Umweltpolitik, Zielkontrolle und transparente Steuerung – gerade in angespannten Bereichen wie Textilien.

Statt weniger Berichterstattung fordert RREUSE bessere, harmonisierte und digitale Meldesysteme, die Verwaltungsaufwand senken, ohne die Datengrundlage und damit die Wirkung von Umwelt- und Kreislaufwirtschaftspolitik zu untergraben.

Freie Plätze: Infoveranstaltung ‚Nachhaltig Wirken‘ in Würzburg – 28. Januar 2026

Wir wissen, dass die aktuellen Herausforderungen für Sozialkaufhäuser und Secondhand Stores immer größer werden: Gestrichene Förderungen erschweren die Finanzierung von Arbeitsplätzen, die neue EU-Textilverordnung führt zu immer mehr angeliefertem unbrauchbarem Material, und gleichzeitig wollen wir neue Kunden für unsere Secondhand Sortimente gewinnen sowie positive Einkaufserlebnisse im Warenhaus anbieten.
Wir sind überzeugt: Gemeinsam können wir nachhaltige Lösungen entwickeln!
Deshalb laden wir Sie herzlich ein, Teil des Programms „Nachhaltig wirken“ zu werden – ein durch Fördermittel finanziertes, für Sie kostenloses Beratungsangebot. In der Infoveranstaltung stellen wir Ihnen das Beratungsprogramm vor und zeigen, wie Sie davon profitieren können.
Nutzen Sie diese Gelegenheit, um mehr über das Programm „Nachhaltig wirken“ zu erfahren und sich mit anderen Akteur:innen auszutauschen. Unser Beratungsangebot unterstützt Sie individuell und praxisnah – vollkommen kostenfrei!

🗓 24. Februar – Online-Gruppenworkshop „Second-Hand-Shops: Fit for Future“

In diesem kompakten Gruppenworkshop erhalten die Teilnehmenden einen praxisnahen Überblick zu den Grundlagen erfolgreicher Second-Hand-Shops.

Themen sind

  • Neukunden gewinnen und die Erwartungshaltung von neuen Zielgruppen
  • die optimale Gestaltung der Verkaufsfläche und wirkungsvolle Kundenansprache
  • Store-Optimierung innen und außen
  • kreative Marketingaktionen

Anhand ausgewählter Praxisbeispiele werden die Inhalte stichpunktartig vorgestellt und im Plenum diskutiert.

Der Workshop vermittelt grundlegendes Wissen, Impulse und Ideen für die direkte Umsetzung im eigenen Shop. Für vertiefende und individuelle Fragestellungen kann eine weiterführende Beratung separat gebucht werden.

Unser Stammtisch

Wie jeden Monat im und für das Re-Use Netzwerk:

Eure aktuellen Themen besprechen wir in monatlicher Runde beim

Stammtisch für Geschäftsführer:innen im Re-Use, Betriebsleiter und andere Führungskräfte, sowie solche die es waren werden wollen und nur dem Namen nach nicht sind:

jeden letzten Mittwoch im Monat, 10 – 11h!

Noch nicht dabei? Dann sendet bitte eine Mail an office@reusedeutschland zur Freischaltung!